The Delta Saints

Krefeld, Kulturrampe, 17.09.2015

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 20.09.2015
Stil: Roots Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


The Delta Saints,
Krefeld, Kulturrampe, 17.09.2015

Die DELTA SAINTS haben wahrlich keinen Grund sich zu beklagen. Im Moment scheint es jedenfalls gut für sie zu laufen. Ihr brandneues Album "Bones" erntet allerorten gute Kritiken. Ihre Konzerte - zumindest in Deutschland - werden gut besucht. Die Jungs aus Nashville haben es mit ihrer packenden Americana-Melange, die R&B, Soul und Country-Extrakte geschickt miteinander verquirlt zweifellos verdient, gefeiert zu werden.

Am Donnerstagabend bietet die schummrige und auf vertraut altmodische Art und Weise heimelig wirkende Krefelder 'Kulturrampe' das passende Ambiente für die Groove-Könige aus den Südstaaten. Der Konzert-Opener Sometimes I Worry kriecht langsam wie eine Klapperschlange auf die Menge zu und packt und beißt dann ruckzuck zu. Das Publikum jubelt und johlt schon nach diesem ersten Knaller-Song vom neuen Longplayer lauthals los. Spätetsens beim dritten Schlag, dem unerbittlich knallenden Übersong Heavy Hammer tänzeln, wippen und schütteln sich alle Roots-Freaks im ausverkauften Saal.

Die SAINTS schießen ihre sprichwörtlich greifbaren Energieströme in die Menge, zeigen immer wieder überraschende musikalische Finesse, geizen nicht mit absoluter und völlig unangestrengter Präzision, wogender Dynamik und einer beeindruckend tighten Rhythmus-Section. Der lange Bassman David Supica und der wuchtige Schlagzeug-Magier Vincent Williams entwickeln neben ihrem durchaus verwegenen Hutgeschmack (Williams mit rotem Hut) unwiderstehliche rhythmische Anziehungskräfte. Das muss wohl was mit Voodoo-Zauber zu tun haben.

Der schlaksige Sänger und Gitarrist Ben Ringel ist, wie schon beim 2013er Kulturrampe-Gig, unmittelbar auf sich und seine Sangeskünste fixiert. Sehr bei sich, konzentriert und in seinem inbrünstigen Gesang versunken. Ringel macht nicht viele Worte, sondern lebt seine Leidenschaft vollends in seinen Vocals aus.

Gitarrist Dylan Fitch, der u.a. eine selten zu sehende wunderschön gemaserte Gibson SG spielte, schmeißt mit spacigen und teilweise recht unkonventionellen Sounds und Soli nur so um sich, während Tastenmann Nate Kremer seinen Status als gewinnbringender Neuling innerhalb des engmaschigen Bandgefüges mehr als bestätigt und dank seiner facettenreichen Klangbilder inzwischen gar nicht mehr wegzudenken ist.

Die lieb gewonnenen SAINTS Gassenhauer Bird Called Angola, The Devil's Creek, Steppin' und Drink It Slow feuern die Menge ohne Unterlass an und verbreiten eine prickelnde Magie. Die DELTA SAINTS beweisen eindrücklich, dass sie neben ihren Top-Alben auch auf der Konzertbühne keine Konkurrenz zu scheuen brauchen. Die Band gibt alles, die Hitze steigt unaufhörlich und das Publikum zeigt sich hingerissen. Besser geht's kaum. Ja, es läuft wirklich gut für die Jungs.

Frank Ipach, 17.09.2015

 

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