Witch

Oslo, John Dee, 02.05.2008

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 02.05.2008
Stil: Stoner Rock/Doom

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Redakteur(e):

Tim C. Werner


Witch,
Oslo, John Dee, 02.05.2008

WITCH:
Kyle Thomas (Vocals & Guitar)
Kurt Weisman (Guitar)
Dave Sweetapple (Bass)
J. Mascis (Drums)

Oslo, Norwegen. Jenseits der Nordgrenze der Europäischen Union wunderschön gelegen zwischen dem Oslofjord und dem Waldgebiet Oslomarka, bewohnt von einer knappen halben Million Menschen (die im Winter auf ihrem Stadtgebiet sogar skifahren können!) vollgestopft mit Museen, Galerien und ähnlicher Kultur, die Straßen wie geleckt. Die Norweger schwimmen im Öl und damit auch im Geld.
Oslo ist aber auch: Rock- und Metalhauptstadt Nordeuropas. Heimat solch illustrer Combos wie z.B. TURBONEGRO oder KAIZERS ORCHESTRA. Rock, Pop, aber auch Jazz sind hier immer präsent, die Musikszene ist vital wie in kaum einer anderen europäischen Hauptstadt. Viele kleine Second-Hand-Record-Shops laden zum Stöbern ein.
Allein im Bereich Rock/Heavy Metal bieten nicht weniger als ein halbes Dutzend Clubs (jeweils mit angeschlossener Bühne) dem geneigten Besucher nahezu allabendlich Livemusik vom Feinsten, allen voran die Rockefeller Music Hall, der Club Maiden oder eben das John Dee an der Torggata. Man munkelt - und das gilt für Schweden gleichermaßen - dass die enorm hohe Banddichte eine Folge der sehr guten musikalischen Frühförderung der Kinder in den achtziger und neunziger Jahren ist, für mich eine plausible Erklärung.

Am 2. Mai 2008 auf dem Programm: WITCH (USA). Jene Band, die 2005 von dem DINOSAUR-JR.-Gitarristen J. Mascis gegründet wurde und seitdem zwei klasse StonerDoomMetal-Alben abgeliefert hat ("Witch", 2006; "Paralyzed", 2008).
Der Eintrittspreis von knapp 25 Euro (200 NOK) entspricht hiesigem Niveau. Beim Bier wird es allerdings kriminell: knapp 6,25 Euro (51 NOK) für einen 0,3l-Becher. Im Vergleich zum Rest Oslos allerdings ein echtes Schnäppchen, Preise bis zu 9 Euro für einen Becher Gerstensaft sind keine Seltenheit.

Kyle Thomas und seine Hintermannschaft machten gegen 22.00 Uhr genau da weiter, wo GRAVEYARD (S) just aufgehört hatten: Schleppender, nicht selten betörender, doomlastiger Stoner Rock. Schön, dass die bereits legendären KYUSS würdige Nachfolger gefunden haben. In diesem Zusammenhang unbedingt auch mal anchecken: SLEEP (USA) und BLACK MOUNTAIN (CAN).
Mein Favorit an diesem Abend: Der Opener des 2006er Debut-Albums Seer.
Nach einer kurzweiligen Stunde, in welcher die Songs nicht immer astrein auseinander zu halten waren, sich teilweise in - immer anspruchsvolle - Jamsessions verloren, verabschiedete sich der Hauptact bereits. Für mich war's ok, die Länge von Konzerten wird ohnehin überbewertet.

Tim C.Werner, 02.05.2008

 

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