Papa Wheelie

IR8
Sexoturica

Live Lycanthropy/IR8 vs. Sexoturica


CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Papa Wheelie
Live Lycanthropy & IR8 vs. Sexoturica, Chophouse Records, 2003
Papa Wheelie
Jason NewstedGuitar, Vocals
Steven WiigDrums
Joe LedesmaBass
IR8/Sexoturica
Jason NewstedBass, Vocals
Tom HuntingDrums
Devin TownsendGuitar
Andreas KisserGuitar
Produziert von: Raymond Anthony, Leff Lefferts (Papa Wheelie) & Raymond Anthony, Jason Newsted (IR8/Sexoturica) Länge: 52 Min 03 Sek & 31 Min 10 Sek Medium: CD
Live Lycanthropy
1. His scales are his pride5. The telephone song
2. Give it back6. Fireface
3. The real me7. Transfiguration
4. Unipsycho8. Sink like stone
IR8 vs. Sexoturica
1. Colossus4. Alone
2. Nothing5. Zone of death
3. Black on black6. Dead soul at sleep

Gleich zwei Projekte von Ex-METALLICA-Bassist Jason Newsted (der im übrigen im Info des Labels hartnäckig als "Newstead" ausgewiesen wird - liegt da eine Persönlichkeitsspaltung vor?), offenbar war der Gute chronisch unterfordert.
(So nebenbei und brandheiß: der neue Metallica-Bassist wird ex-SUICIDAL TENDENCIES Rob Trujillo).

PAPA WHEELIE ist ein Punk/Metal Projekt, das auf der Freundschaft von Newsted mit Ledesma beruht und deren gemeinsame Vorliebe fürs Mountainbike (daher auch der Name). Das "Konzept" dabei ist, dass bei jedem Jamming mindestens zwei Mountainbiker anwesend sein müssen (was mit Newsted und Ledesma ja eigentlich auch gewährleistet ist - was nehmen die Jungs denn für Drogen?).
Wie es sich für ein Hardcore-Jam gehört, ist der Sound reichlich trashig, die Songs gehen ineinander über, bei The real me und The telephone song kommen allerdings Newsteds Metallica-Erfahrungen deutlich zum Ausdruck - wenn auch weniger das Enter Sandman oder Until it bleeds-Metallica, sondern eher die Old-School-Version.

Insgesamt ist Newsted zwar weder ein überragender Sänger noch ein begnadeter Gitarrist, aber für Freunde harter Hüpfmusik kann das Teil mit genügend booze durchaus Spaß bringen - mehr war sicher nicht beabsichtigt, und die Musiker hatten den ihrerseits ebenfalls.

IR 8 vs. SEXOTURICA sind zwei jetzt veröffentlichte Trash-Metal-Jams von 1994 bzw. 1995.
Jeweils beteiligt ist außer Newsted der Drummer Tom Hunting (bekannt durch EXODUS), bei IR 8 bedient STRAPPING YOUNG LAD-Gitarrero Devin Townsend die Saiten, beim SEXOTURICA Line up erledigt dies SEPULTURAs Andreas Kisser.

Auch hier ist der Sound genretypisch trashig, basslastig und eigentlich ziemlich unterirdisch, Newsted liefert den dazu passenden "Gesang" (oder ist es eher ein Grunzen? alle Dark-, Trash- und Black Metal Fans werden jedenfalls begeistert sein).

Colossus stampft gewaltig los, insgesamt zeichnet sich der IR 8 Sound jedoch mehr als geschlossenes Bollwerk in gemäßigterem Tempo aus, lediglich bei Black on black darf Townsend einmal metal-typisch losgniedeln.

SEXOTURICA fängt mit Alone sehr trashig an (Speedfaktor 2), liefert dann mit Zone of death einen gewaltigen, düsteren, zäh und träge vorwärtstreibenden Song den Höhepunkt des Albums, während bei Dead soul at sleep nochmals tüchtig der Knüppel aus dem Sack gelassen wird.
Insgesamt wirkt SEXOTURICA ausgewogener und schlüssiger, auch dank der wirklich sehr guten Gitarrenarbeit von Kisser.

Also, wer Spaß an Punk- und Trash Metal hat, kann zugreifen, wer alles von METALLICA sammelt muß es sowieso.

Ralf Stierlen, 26.02.2003

 

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